Gesetzliche Vorschriften

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Die Schwellenwerte für die Ozonexposition liegen nach § 9 der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und EU-Richtlinie 92/72/EWG bei:

  • 8 h und 120 μg/m³ (0,06 ppm) für den Schutz der menschlichen Gesundheit
  • 1 h und 180 μg/m³ (0,09 ppm) als Informationsschwelle
  • 1 h und 240 μg/m³ (0,12 ppm) als Alarmschwelle

Der TRGS 900 (Technische Regeln für Gefahrstoffe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) schreibt einen Luftgrenzwert für die Konzentration des Ozons am Arbeitsplatz vor, welcher bei einer täglichen Arbeitszeit von 8 Stunden und einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten werden darf.

Die maximal zulässige, über 15 Minuten gemittelte Konzentration wird durch den Überschreitungsfaktor und den Luftgrenzwert beschränkt. Für Ozon gilt, dass der Wert in seiner Schwankung bis zu 5x für 15 Minuten im Laufe eines Arbeitstages (8 Stunden) überschritten werden darf, wobei die maximale Überschreitungshöhe durch den absoluten Grenzwert 360 μg/m³ bestimmt wird. Bei Einhaltung dieser Vorgaben für die Exposition mit Ozon kann die Gefährdung der menschlichen Gesundheit ausgeschlossen werden. Gegebenenfalls muss hierfür die Konzentration des Ozons in der Arztpraxis nachgemessen werden.

EU-Richtlinie

Die EU hat schon seit längerem Richtwerte für die Konzentration des Ozon festgelegt. Von Ozon geht laut EU-Richtlinie 92/72/EWG keine Gefahr für die Gesundheit bei einer Konzentration von 120 μg/m³ (0,06 ppm) aus, obwohl sie sich bei einem Zehntel der Konzentration über den Geruch bemerkbar macht.

Ab 180 μg/m³ (0,09 ppm) erfolgt die Unterrichtung der Bevölkerung, da bei dieser Konzentration die Leistungsfähigkeit empfindlicher Menschen bereits beeinträchtigt werden kann.

Ab ungefähr 240 μg/m³ (0,12 ppm) Ozonanteil in der Luft können Symptome wie Bindehautentzündung, Schleimhautreizungen in Rachen, Hals und Bronchien, Kopfschmerzen, verstärkter Hustenreiz und Verschlechterung der Lungenfunktion auftreten.

Ab einem Mittelwert von 240 μg/m³ (0,12 ppm) über den Zeitraum einer Stunde werden Warnungen ausgesprochen, da ab dieser Konzentration eine Gefahr für die menschliche Gesundheit bestehen kann.

Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in der Arztpraxis

Für unsere offenen Systeme wie den Ozonelektroden, der Ozonspritze KP sowie der Ozondüse KPX empfehlen wir Behandlungszeiten von maximal 60 Sekunden. Expositionszeiten von über 3 Minuten sind zu vermeiden, da ansonsten die Gefährdung der Gesundheit nicht ausgeschlossen werden kann. Der Speichelabsauger sollte zudem in unmittelbarer Nähe der Ozonelektrode, bei einer Fistel am Fistelausgang, eingesetzt werden. Bei fehlender durchgängiger Belüftung ist der Behandlungsraum einmal stündlich kurz zu lüften.