Kontraindikation

„All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist.“
(Paracelsus 1493 bis 1541)

Zur Aufspaltung des Sauerstoffs in ein medizinisch wirksames Ozon wird ein elektrischer Strom im Mikroamperebereich benötigt, was bei Einsatz der Glaselektroden, auch Sonden genannt, zur Irritation des Zahnnervens führt. Die Ozonytron Geräte von MIO haben einen Softstart und vermeiden auf diese Weise den Zahnschmerz. Aufgrund des fließenden Mikrostromes wird als Kontraindikation der Kardiostimulator (Herzschrittmacher) angegeben. Weitere Einschränkungen betreffen ausschließlich die Ozonexposition.

Die Produktionsrate von Ozon durch das Ozonytron liegt im Bereich von 0,002 bis 2,9 Mikrogramm pro Sekunde, womit Konzentrationen zwischen 1 und 300.000 ppm erzielt werden können. Im Mundraum selbst entstehen bei den offenen Systemen Konzentrationen bis zu 13 ppm. Während der Behandlung wird durch den ersten Atemzug üblicherweise eine anteilige Ozonkonzentration bis zu 0,225 ppm eingeatmet.

Legt man den durchschnittlichen Atemzug mit einem halben Liter bei einem alveolärem Anteil von 70% und die durchschnittliche Vitalkapazität der Lunge mit 3,5 Liter für die räumliche Ausdehnung von Gasen zugrunde, so errechnet sich eine Verdünnung von 1:10, womit der wirksame Ozonanteil nur noch 0,0225 ppm beträgt. Am Arbeitsplatz selbst können 18 % des MAK-Wertes (maximale Arbeitsplatzkonzentration) für Ozon von 0,1 ppm erreicht werden, sodass eine Gesundheitsgefährdung nicht gegeben ist.

Wir empfehlen trotz des vergleichsweise geringen Anteils des Restozons, bei der Behandlung eine geeignete Absaugvorrichtung (z.B. Speichelabsauger am Behandlungsstuhl) im Mundraum so einzusetzen, dass die Einatmung des flüchtigen Ozonanteiles soweit wie möglich verhindert wird. Dies gilt insbesondere für Behandlungszeiten von mehr als 30 Sekunden.