Offene Systeme

Jeder Hersteller offener Systeme hat bei einer unabhängigen Stelle nachzuweisen bzw. in seinen Unterlagen kenntlich zu machen, wie hoch der durch sein System erzeugte freie Ozonanteil im oralen Bereich ist. Die offenen Systeme des Ozonytron von MIO sind auf ihre punktuelle Konzentration und ihre flüchtigen Ozonanteile unter ihrer Zweckbestimmung vermessen worden. Die nachfolgenden Ergebnisse zeigen, dass eine Gesundheitsgefährdung unter Einhaltung der Gebrauchsanleitung ausgeschlossen werden kann.

Für die hier aufgeführte Konzentrationsbestimmung wurden die nachfolgenden Annahmen getroffen. Die Expositionsdauer beträgt 1 Sekunde. Das Ozon penetriert zum einen in die Schleimhaut (Penetration) und reagiert zum anderen bei der Zersetzung von Bakterien ab (Utilisation). Diese Vorgänge wurden beispielhaft mit 10%, 50% und 90% von dem gebildeten Ozon in Abzug gebracht. Die folgenden Tabellen zeigen Ozonkonzentrationen am Beispiel einer CA-Elektrode bei Stufe 5 (maximale Konzentration).

Konzentrationen in der Behandlungsregion

Das Volumen der Behandlungsregion definiert sich aus dem Elektrodendurchmesser und dem Abstand zu der Behandlungsoberfläche (weniger als 1 mm empfohlen).

Absorption 10% 50% 90%
Konzentration in ppm 38.000 21.000 4.000

Konzentrationen in der Mundhöhle

Absorption 10% 50% 90%
Konzentration in ppm 6,4 3,6 0,7

Konzentrationen in den Alveolen

Das durchschnittliche Atemvolumen pro Atemzug ist 500 ml. Der Totraumanteil beträgt dabei ca. 30% und der alveolare Anteil ca. 70%; d.h. bei einem Atemzug werden ca. 70% (350 ml) der eingeatmeten Luft in den Lungenalveolen wirksam. Weiterhin beträgt die durchschnittliche Vitalkapazität der Lunge in etwa 3.500 ml. Dies entspricht einer weiteren Verdünnung im Verhältnis 1:10.

Absorption 10% 50% 90%
Konzentration in ppm 0,135 0,075 0,015

Konzentrationen am Arbeitsplatz

Für eine Bestimmung der Belastung mit Ozon am Arbeitsplatz wird im Folgenden eine konservative Abschätzung vorgenommen:

  • Durchschnittliche Arbeitszeit pro Tag von 8 Stunden
  • 16 Behandlungen mit dem Ozonytron pro Arbeitstag á 30 Sekunden
  • Volumen des Behandlungsraums von 40 Kubikmeter
  • Kein Luftaustausch im Behandlungsraum
  • Keine Absorptions- oder Zersetzungsvorgänge des Ozons
  • Maximale Ozonbildung von 2,9 mg/s

Mit den oben genannten Angaben entsteht eine maximale Ozonkonzentration von 0,018 ppm, was 18% des MAK-Wertes (maximale Arbeitsplatzkonzentration) von 0,1 ppm entspricht. Eine Gesundheitsgefährdung ist damit ausgeschlossen, auch wenn dieser Wert über den Geruch bereits wahrgenommen wird.

Geschlossene Systeme

Die geschlossenen Systeme wie das Ozonytron-OZ von MIO sind ohne Einschränkung einsetzbar. Sie verursachen keine Exposition im medizinischen Sinne, sodass die Behandlungszeit keiner Einschränkung unterliegt. Damit sind hohe Konzentrationen möglich, die bei offenen Systemen aufgrund einer möglichen Gesundheitsgefährdung nicht zulässig sind.

Geschlossene Systeme müssen allerdings die Voraussetzung erfüllen, dass sie in einem Störfall automatisch die Ozonzufuhr abschalten. Diese Voraussetzung erfüllt das Ozonytron von MIO int. Ozonytron GmbH.