Anwendungsbereiche

  • Anug
  • Aphthe
  • Erschwerter Zahndurchbruch
  • Extraktionswunde
  • Fistel
  • Fräskanal
    (vor Inkorporation des Implantates)
  • Gingivitis
  • Herpes
  • Karies
  • Kavität
  • Koagulopathie
  • Kronenstumpf
  • Mykose
  • Neuralgie
  • Parodontitis
  • Periimplantitis
  • Prophylaxe
  • Sickerblutung
  • Stomatitis
  • Überempfindlichkeit
  • Wundgebiet (Intra-/Postoperativ)
  • Wurzelkanalbehandlung
  • Zahnaufhellung

Plasmatherapie in aller Munde - Fakten mit Biss

Die reparative Zahnheilkunde als allgemein übliches, „traditionelles“ und weit verbreitete Konzept der Zahntherapie ist überholt und nicht mehr zeitgemäß. Viele wissenschaftliche Untersuchungen der letzten 20 Jahre zeigen dies sehr deutlich.

Dieses Konzept beinhaltet 1 bis 2 Kontrolltermine bei dem Zahnarzt und die Reparatur von immer wieder auftretenden Schäden bis schließlich der Zahnverlust unvermeidbar ist. Der Schwerpunkt dieser Behandlungsform liegt in der „reparativen Zahnheilkunde“, wobei der Zahnarzt immer dann tätig wird, wenn ein Schaden eingetreten ist. Erkrankungen vorzubeugen, um neue Schäden zu vermeiden, sind darin nicht enthalten.

Wie wirkt Plasma im Mund?

Das medizinische Plasma, nicht zu verwechseln mit dem Ozon in unserer Stratosphäre, wird direkt am Krankheitsherd angesetzt und tötet dort die Keime ab. Das geschieht weitgehend schmerzfrei und innerhalb von Sekunden. Auf die Einnahme von Antibiotika kann gegebenenfalls unter ärztlicher Kontrolle verzichtet werden.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Fragen Sie Ihren Arzt nach der Plasmatherapie mit Ozonytron-Geräten. Die Ozonytron-Therapie wird seit Jahren erfolgreich eingesetzt, ohne dass Nebenwirkungen, Allergien oder andere Komplikationen aufgetreten sind.

Wie schnell wirkt die Plasmatherapie?

In der Regel spürt der Patient bereits nach der ersten Applikation eine subjektive Veränderung seiner Symptome.

Wie lange hält der Erfolg der Plasmatherapie an?

Plasma ist kein singuläres Therapeutikum. Jedoch in einem synergistischen Konzept in sich schlüssiger Therapiemethoden kann eine Verbesserung des Krankheitsbildes erreicht werden und den Behandlungserfolg längerfristig stabilisieren. Dies gilt auch bei der Infektionskrankheit Parodontitis.

Wer bezahlt die Plasmatherapie?

Auch wenn eine unterstützende Wirksamkeit von Plasma und seiner präventiven Wirkung immer häufiger dokumentiert wird, sieht das gesetzliche Versicherungssytem keine Erstattung der Behandlungskosten vor. Bei privaten Versicherungen besteht ein größerer Ermessensspielraum und Plasmatherapien können erstattet werden.

Pro Plasma - Kontra Parodontitis

Zahnfleischbluten kann der erste Hinweis auf eine beginnende Parodontitis und einen langen Leidensweg bis hin zum Verlust der Zähne sein. Gerade heute, wo viele Menschen bereits resistent gegen Antibiotika sind oder Allergien einen Einsatz von herkömmlichen Methoden unmöglich machen, kann die konventionelle Behandlung der Parodontitis unbefriedigend verlaufen. Mit der unterstützenden Plasmatherapie können selbst schwere Parodontitisinfektionen zielgerichtet antiinfektiös therapiert werden. Das entzündete Zahnbett kann unter regelmäßiger, antiinfektiöser Plasmabegleittherapie leichter und schneller ausheilen.

Pro Plasma - Kontra Karies

Lange konnte Karies nur durch das Bohren und Abtragen von Zahnsubstanz entfernt werden. Mit der Plasmatherapie kann mehr natürliche Zahnsubstanz erhalten bleiben, da mit ihr kein oder ein nur geringfügiges Bohren bei wegfallender Narkose notwendig ist. Bei einem frühen Karies (Initialkaries) entfällt die Verwendung einer Zahnfüllung aufgrund der Reminiralisierung der Zahnoberfläche, welches durch das Plasma angeregt wird.

Auch zur Kariesvorbeugung und -behandlung bei Milchzähnen und in schwer zugänglichen Bereichen ist das Plasma ideal. Die heilsame und desinfizierende Wirkung setzt punktgenau an Fissuren, Spalten von Füllungen und Brackets an und tötet die Kariesbakterien ab. Dabei dringt das Plasma in medizinischer Dosierung in den erkrankten Zahn ein und erreicht die Kariesbakterien, ohne dass gebohrt werden muss. Mit der Plasmatherapie kann damit die Lebensdauer der eigenen Zahnsubstanz deutlich verlängert werden, sodass der Zahn länger vital bleibt.

Der präventive Gedanke der Keimreduzierung in der Mundhöle kann dazu beitragen, dass durch Karies hervorgerufene, umfangreiche Zahnbehandlungen vermieden werden.

Pro Plasma - Kontra Periimplantitis

Zahnfleischbluten ist ein möglicher Hinweis auf eine beginnende Periimplantitis, die wie die Parodontitis zum schmerzhaften Verlust des Implantates führt. Auch wenn ein zweites Implantat in infrage kommt, bedeutet dessen Einsatz eine extreme Belastung für den Kieferknochen und reißt ein Loch im Geldbeutel des Patienten. Mit der unterstützenden Plasmatherapie können Periimplantitiserkrankungen zielgerichtet, antiinfektiös therapiert werden. Zahnfleisch und geschädigte Knochen können sich mit einer nachhaltigen Plasmaprophylaxe und angemessener Zahnhygiene ausheilen.

Pro Plasma - Pro Osseointegration

Die Implantologie ist ein schwieriges Feld der Zahnmedizin. Neben der Erfahrung des Implantologen spielen die biologischen Eigenschaften des Knochens, des Materials und der Implantatoberfläche, sowie die Primärstabilität eines Implantats eine wichtige Rolle.

Die Primärstabilität ist abhängig vom knöchernen Heilungsprozess, bei dem die Knochenzellen (Osteoblasten) idealerweise direkt an das Implantat heranwachsen, um so eine feste Haftung an der Implantatoberfläche zu erzielen.

Die Plasmatherapie sorgt für absolut keimfreie periimplantäre Gewebeverhältnisse und damit für ein möglichst keimfreies Operationsgebiet. Außerdem wird das Knochengewebe mit Sauerstoff gesättigt. All dies sorgt zusätzlich für eine einwandfreie Osseointegration und damit für die geforderte Primärstabilität des Implantates. Dies gilt für alle Typen enossaler Implantate.

Experten bestätigen, dass eine schnelle und komplikationsfreie Einheilung (Osseointegration) des Implantates durch eine begleitende Plasmabehandlung optimal für den Langzeiterfolg ist.